Am 13.Oktober feierte der Verein Aktion Lebensraum e.V. die Eröffnung des Waldkindergartens am Einbollen, der zweite dieser Art nach dem an der Berliner Straße in Denzlingen.

Nach Zustimmung der Gemeinde durfte die Denzlinger Bürgerenergiegenossenschaft (DEnG) auch auf diesem neuen Kindergarten, der wunderbar gelegen ist (siehe Foto) eine PV Anlage von ca. 27 kWp  installieren, die sie auch betreiben wird. Die DEnG betonte anläßlich der Feier, dass es ihr vor allem auch um den Symbolcharakter der Verbindung von Kindererziehung und nachhaltiger Energiegewinnung bzw.- nutzung geht. Darüberhinaus rechnet sich die Anlage, die von der Firma Energiesysteme Böcherer aus Freiamt errichtet wurde, aber auch wirtschaftlich.

 

Einen sehr guten Artikel in der Wochenzeitschrift Von Haus zu Haus verfasste der Journalist Jens Brodacz, sodaß wir ihn hier gerne wiedergeben:

Denzlingen (jb). Über gute Geschäfte im abgelaufenen Jahr konnte die Vorstandschaft der Denzlinger Bürgerenergiegenonssenschaft am vergangenen Donnerstagabend, den 7. Juli im KuB berichten. Auch Pläne für weitere Aktivitäten und ein Vortrag über Agro-Photovoltaik (PV) standen auf der Tagesordnung.

Aufsichtsratsvorstand Markus Hollemann freute sich über den regen Besuch der Anteilseigner, von denen er in der Mehrheit Gründungsmitglieder der Genossenschaft erkannte. „Wir waren nicht die ersten in der Region, aber die mit dem fulminantesten Start“, stellte der Denzlinger Bürgermeister fest. Bereits das erste Projekt, die PV-Anlage auf dem Rettungszentrum, habe einen unglaublichen Zuspruch erfahren. In seinem Bericht des Aufsichtsrates konnte Hollemann von einem erfolgreichen Jahr 2017 berichten.  Der Aufsichtsrat habe sich vom Vorstand auch jederzeit gut über das operative Geschäft  informiert gefühlt.

Genossenschaftsvorstand Walter Ott konnte in seinem Geschäftsbericht zunächst von einer erfolgreich absolvierten Prüfung durch den Genossenschaftsverband Baden-Württemberg berichten. Ab 2019 werde diese Prüfung nun in einem vereinfachten, und deutlich günstigeren Verfahren vorgenommen. Vorstandsmitglied Markus Nübling berichtete über die Unternehmungen in Sachen Photovoltaik. So sei beispielsweise, durch die Säuberung der Solar-Panels auf dem Dach des Rettungszentrums, der Stromertrag um rund 18 Prozent gesteigert worden, wodurch sich die Reinigungskosten in etwa einem Jahr amortisiert haben sollten. Die Ausbeute an Solarenergie habe bei allen Anlagen im erwartbaren Rahmen gelegen. Sorgen bereiteten jedoch die immer weiter sinkenden Einspeisevergütungen. Bei der Windkraft konnte Ott von einem sehr ertragreichen Jahr bei der Bürgerwindanlage auf dem Weissmoos berichten. Das Ergebnis habe die Erwartungen übertroffen. Die Anlage Tännlebühl, an der man beteiligt sei, befinde sich auch nach vier Jahren Betrieb noch in der Verlustzone. Anders gestalte sich die Partnerschaft beim Repowering Windrad in Lahr. Die Mühle habe genau den geplanten Ertrag erreicht, und die eigenen Einlagen seien mit 4,5 Prozent verzinst worden. Insgesamt sei die Bürgerenergiegenossenschaft bei 14 Projekten engagiert. Der Erfolg der Idee lasse sich daran messen, dass 330 Mitglieder Anteile im Wert von 868.000 Euro gezeichnet hätten, die Investitionssume bereits jetzt jedoch schon über einer Million läge und trotzdem Dividende gezahlt werden konnten. Die Ausschüttung in diesem Jahr betrage 3 Prozent.

Als mögliche Geschäftsfelder der Zukunft stellte Ott die Möglichkeit einer Solartankstelle am Rettungszentrum, das Betreiben eines PV-Quartierspeichers oder auch die Investition in eine Agro-PV Anlage vor.

Wie eine solche arbeitet, erläuterte Frederik Penski, Mitarbeiter in der Abteilung für die strategische Geschäftsfeldentwicklung bei den Elektrizitätswerken Schönau. Bei dieser Form handle es sich um eine besonders schonende Art der Energiegewinnung, da weitere Flächenversiegelungen vermieden werden könnten. Statt auf dem Boden, werde die Energie in etwa fünf Metern Höhe gewonnen. Das Feld darunter könne weitgehend normal bewirtschaftet werden. Die Mindermengen an Strom und Feldertrag würden sich durch die Doppelnutzung weit mehr als nur ausgleichen. Testläufe hätten gezeigt: „ Die Technik ist Praxistauglich“.

 

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